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Das erfordert eine klitzekleine Geschichtsstunde:
Damals in den 60ern war es auf Grund von Gewerkschaftsbeschränkungen
nicht möglich, im Radio den ganzen Tag Platten
aufzulegen. Die Gewerkschaften wollten natürlich
ihre Leute in Lohn und Brot haben und so musste der
staatliche Sender BBC Musiker und ganze Orchester
beschäftigen, die im Wechsel mit Sprachbeiträgen
und Platten das Programm gestalteten. Die Piratensender,
so wie "Radio London", bei dem John Peel
Mitte der 60er beschäftigt war, spielten teilweise
trotzdem ununterbrochen Platten ab und waren enorm
erfolgreich damit. Als 1967 die Piratensender verboten
wurden und ihren Betrieb einstellten, gründete
die BBC den neuen Sender "Radio 1", der
für die jüngere Zielgruppe mehr pop-orientierte
Musik spielen sollte. Die BBC stellte John Peel ein,
der sich umstellen musste, denn so viele Platten auflegen
wie vorher bei "Radio London" ging auf Grund
der Gewerkschafts-Bestimmungen nicht mehr. Er hatte
die Wahl, mehr Redebeiträge einzubauen oder mehr
Bands spielen zu lassen. Natürlich entschied
sich John Peel für Live-Bands und bis zu seinem
Tod im Jahr 2004 spielten ca. 2000 Musiker und Bands
an die 4000 Sessions ein. Die meisten Sessions spielten
The Fall ein. The Fall waren seine Lieblingsband.
In seinem Haus hatte er sogar ein Extra-Zimmer nur
für Fall-Platten.
Steve Hanley hat 19 Sessions mit The Fall für
John Peel eingespielt. Für die Rekorde-Sammler
unter uns: Es gibt weltweit keinen Bassisten, der
mehr Peel-Sessions gespielt hat als Steve Hanley.
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